Geschichte der DOG Deutsche Oelfabrik

Die DOG Deutsche Oelfabrik kann auf mehr als 100 Jahre zurückblicken. 1902 wurde die Firma durch den Ölgroßhändler Christian Lindemann Walsoe gegründet. Unternehmenszweck war der Aufbau einer deutschen Produktion von Faktis, um von Importen unabhängigzu werden. Faktis (damals auch Oelkautschuk genannt) wurde für die junge Gummiindustrie zunehmend wichtig.

 

In den folgenden Jahren wurde die Faktisproduktion ausgebaut. 1929 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Oelwerk Georg Grandel Augsburg zur Deutsche Oelfabrik Dr. Grandel & Co.

Senkrechtstart im Wirtschaftswunder

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Firma, die durch die Bombardements des Hamburger Hafens erheblich zerstört worden war, wiederaufgebaut und erlebte in den 50er Jahren erneut mit Faktis einen Senkrechtstart im deutschen Wirtschaftswunder.

Doch man war bereits um Diversifizierung bemüht. In den 1970er und -80er Jahren wurde die Produktpalette der DOG-Chemie konsequent ausgebaut. Es entstand ein umfangreiches Portfolio für die Kautschukindustrie.

Diversifizierung in neue Märkte unter Nutzung unserer Kernkompetenzen

Schmierstoffadditive

Die Kernkompetenzen der DOG-Chemie in der Schwefel- und Phosphorchemie wurden in den 90er Jahren dazu genutzt, das Geschäftsfeld der Schmierstoffadditive unter der Marke DeoAdd zu erschließen.

Am Standort Hamburg wurden Kapazitäten für die Herstellung von EP (Extreme Pressure)  und Verschleißschutz-Additiven sowie für die Herstellung von Korrosionsschutzadditiven geschaffen und eine breite Produktpalette aufgebaut. Unser weltweit ausgebautes Vertriebsnetz konnte in zahlreichen Regionen auch für den Absatz der Schmierstoffadditive genutzt werden. Teilweise wurden auch Verstärkung durch Schmierstoffspezialisten in einzelnen Ländern hinzugewonnen.


Coatingadditive / Kleb- und Dichtstoffadditive

Das DOG-Geschäft mit Silanen und Silanpräparationen bildete die Keimzelle für den Anfang unserer Vertriebsaktivitäten im Bereich der Coatingindustrie .

Unter dem Namen DEOGRIP ® wurde unsere Palette der Deolink-Silanprodukte um eine innovative Produktgruppe von Mattierungs- und Soft Touch Additiven erweitert.  

Die Deogrip® Palette wird kontinuierlich erweitert und in einzelnen Anwendungsbereichen angepasst. Mit unseren neuen und hochmodernen Produktionsanlagen am Standort Marschacht kann eine breite Palette an Lösungsmitteln sowie Mahlgraden, sowie maßgeschneiderte Partikelgrößen, des Wirkstoffes angeboten werden.

In 2015 erfolgte die Erweiterung der Vertriebsaktivitäten auf die Kleb- und Dichtstoffindustrie. Im Mittelpunkt des Angebotes stehen hier wieder unsere Deolink-Silanprodukte, die mit speziellen Harzen unsere Produktpalette abrunden.

Umfassende Modernisierung und Ausbau der Labore

Nachdem in 2012 am Standort Marschacht unser neues Coatinglabor in Betrieb genommen wurde, folgte im Anschluss die Modernisierung des zentralen chemischen Labors am Standort Hamburg, das im Jahr 2015 abgeschlossen wurde. Im gleichen Jahr wurde auch unser anwendungstechnisches Kautschuklabor an den Stand der Technik angepasst und u.a. zwei neue Laborwalzen zur Mischungsherstellung angeschafft.

 

Verlagerung der Produktion der Vulkanisationschemikalien

Die Herstellung der Deovulc-Vulkanisationschemikalien ist eine der Kernkompetenzen der DOG im Bereich der Kautschukadditive. Das DOG Know-How auf diesem Gebiet wurde in den letzten Jahren weiter ausgebaut und wird in einer komplett neu aufgebauten Produktionsanlage am Standort Marschacht umgesetzt, die in 2016 den Betrieb aufgenommen hat. Auf drei neuen Mischern werden sowohl konventionelle als auch nitrosaminuntoxische Beschleunigergemische und Einzelbeschleunigerpräparationen hergestellt. Weiterhin werden Dry Liquids von hochviskosen Harzen und flüssigen Aktivatoren produziert. Auch neue Deolink-Silanpräparationen auf anorganischen Trägersystemen werden seit 2016 am Standort Marschacht produziert.

 

Auf weiteres Wachstum ausgelegt

Der zweite Standort Marschacht ist auf weiteres Wachstum im Rahmen der unserer Diversifikationsstrategie ausgelegt:

· Silanblends für die Kunststoffindustrie in das Vertriebsprogramm der DOG aufgenommen.

· Die räumlichen Voraussetzungen für ein weiteres anwendungstechnisches Labor wurden geschaffen.

Aber auch der Standort Hamburg wird weiter modernisiert:

· Umfassende bauliche Instandhaltungsmaßnahmen werden vorgenommen, um den Standort fit für die nächsten Jahrzehnte auszulegen.

· Zahlreiche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz werden durchgeführt.

· Die Produktionsanlagen im Bereich der Schmierstoffadditive werden sukzessive modernisiert und weiter ausgebaut. Hierbei steht das qualitative Wachstum im Vordergrund.

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